Erste Schritte

Bei Ihrer Ankunft müssen einige bürokratische Schritte erledigt werden. Unser Team begleitet Sie sicher durch diesen Prozess. Auf dieser Seite können Sie sich bereits im Vorfeld ein Bild von dem Prozess machen.

Bürgerbüro

Wer umzieht muss sich innerhalb von zwei Wochen beim städtischen Einwohnermeldeamt oder auch Bürgerbüro um- bzw. anmelden.

Folgende Unterlagen benötigen Sie bei der persönlichen An-/Ummeldung:

  • Personalausweis / Reisepass, wenn Sie einen besitzen
  • Wohnungsgeberbestätigung

Die Wohnungsgeberbestätigung ist eine vom*von der Eigentümer*in ausgefüllte und unterzeichnete Bestätigung über Ihren Einzug. Eine Anmeldung mit einem Mietvertrag ist als Wohnungsgeberbestätigung nicht hinreichend. Eine Vorlage finden Sie hier. Sind Sie Eigentümer*in des Wohnraums können Sie sich die Bescheinigung selbst ausstellen.

Um sich beim Einwohnermeldeamt registrieren zu lassen, müssen Sie in aller Regel persönlich erscheinen. Einige Städte (u.a. Göttingen) ermöglichen hierfür die Online-Vereinbarung von Terminen. Wollen Sie sich bei der Wohnsitzanmeldung vertreten lassen, so ist es erforderlich, dass Sie Ihrer*ihrem Vertreter*in mit einer schriftlichen Vollmacht ausstatten. Im Regelfall gilt die Vertretung allerdings nur für die Einreichung der Meldeunterlagen, nicht für die Anmeldung selbst.

Bei Zuzug aus dem Ausland ist die persönliche Vorsprache aller anzumeldenden Personen notwendig. Eheleuten müssen zusätzlich zu den oben genannten Voraussetzungen ihre Heiratsurkunde vorlegen, bei Kindern müssen die Geburtsurkunden vorgelegt werden. Ist bei der Anmeldung von Kindern unter 16 Jahren nur eine sorgeberechtigte Person anwesend, kann es sein, dass gegebenenfalls die Zustimmung der jeweils anderen sorgeberechtigten Person erforderlich ist.

Identitätsdokumente (Ausweise, Pässe, Identitätskarten, Geburtsurkunden, Heiratsurkunden) sind mitzubringen.

Sobald Sie sich erstmalig in einem deutschen Bürgerbüro angemeldet haben, sendet Ihnen das Bundeszentralamt für Steuern Ihre Steueridentifikationsnummer (Steuer-ID) nach ca. 5-10 Werktagen per Post zu. Die Steuer-ID ist für Ihre*n Arbeitgeber*in  zur Auszahlung Ihres Gehalts erforderlich. Sprechen Sie mit unserem Team, sollten Sie die Steuer-ID schneller benötigen.

Ausländerbehörde & Beantragung von Aufenthaltstiteln

Einreiseangelegenheiten werden im Inland von den sogenannten Ausländerämtern oder Ausländerbehörden betreut. Ausländerämter sind regionale Einrichtungen, die unter anderem für die Ausstellung von Aufenthaltstiteln zuständig sind. Die Zuständigkeit ist nicht bundesgesetzlich geregelt, sondern beruht auf dem ergänzenden Landesrecht und richtet sich nach dem Aufenthaltsort der Person aus dem Ausland. Die gesetzliche Grundlage bildet das Aufenthaltsgesetz (AufenthG).

Sollten Ihr Visum dies nicht bereits abdecken, müssen Sie bei der zuständigen Ausländerbehörde einen Aufenthaltstitel beantragen. Die Beantragung eines Aufenthaltstitel ist auch dann erforderlich, wenn Sie visumsfrei einreisen (nähere Informationen finden Sie hier).

Die zuständigen Ausländerämter in Südniedersachsen sind die Ausländerbehörde der Stadt Göttingen, die Ausländerbehörde des Landkreises Göttingen sowie die Ausländerbehörde des Landkreises Northeim. Unser Team beantwortet gerne Ihre Fragen zum Ablauf und begleitet Sie bei den Verwaltungsschritten.

Miet-ABC

Unser kleines Miet-ABC versorgt Sie mit Hintergrundwissen zum Wohnen in Deutschland.

  1. Kalt- und Warmmiete
    In Deutschland wird zwischen Kalt- und Warmmiete unterschieden. Die Kaltmiete beschreibt dabei den Mietpreis, den Sie an den*die Vermieter*in für die Nutzung des Mietobjekts zahlen. Die Warmmiete setzt sich aus der Kaltmiete sowie den Nebenkosten, beispielsweise für die Müllentsorgung oder Heizungs- und Wasserkosten zusammen.
  2.  Möbliert – unmöbliert
    In Deutschland werden Wohnungen in der Regel unmöbliert vermietet. Als möbliert gilt eine Wohnung, die vollständig eingerichtet und ausgestattet ist. Suchen Sie eine Wohnung mit Einbauküche, die ansonsten aber unmöbliert ist, sollten Sie bei der Wohnungssuche darauf achten, dass in der Objektbeschreibung „Einbauküche“, „EB-Küche“ oder „EBK“ angegeben ist.
  3. Kaution oder Bürgschaft
    In der Regel verlangt der*die Vermieter*in vom*von der Mieter*in für die Überlassung des Mietobjektes die Leistung einer Mietsicherheit. Diese kann sowohl in Form einer Kaution oder einer Bürgschaft gefordert werden. Die Kaution darf höchstens das Dreifache der auf einen Monat entfallenden Kaltmiete betragen und kann in drei gleichen monatlichen Teilzahlungen entrichtet werden.
  4. Nebenkostenabrechnung
    Die Nebenkostenabrechnung ist eine jährliche Abrechnung der im Mietvertrag vereinbarten Betriebskosten. Betriebskosten umfassen u.a. Heiz- und Warmwasserkosten, Grundsteuer, Wasser- und Abwasserkosten, Straßenreinigung und Müllabfuhr, Hausreinigung, Gartenpflege, Gebäudeversicherungen u.v.m.
  5. Stromvertrag
    Ziehen Sie in eine neue Wohnung, so müssen Sie ihren Strom anmelden. Hier bietet es sich an, zunächst lokale Stromanbieter zu vergleichen, bevor Sie einen passenden Anbieter auswählen. Der Stromvertrag kann durch die Eingabe der persönlichen und der Stromzählerdaten online abgeschlossen werden.
  6. Untervermietung
    Wollen Sie einen Teil des gemieteten Wohnraums an andere Personen überlassen, ist die Erlaubnis des*der Vermieters*in einzuholen. Beachten Sie, dass die unbefugte Gebrauchsüberlassung an andere Personen mitunter einen wichtigen Grund zur außerordentlichen fristlosen Kündigung darstellt.
  7. Schönheitsreparaturen
    Grundsätzlich ist es die Aufgabe des*der Vermieters*in, Schönheitsreparaturen (Tapezieren, Anstreichen oder Kalken der Wände und Decken, das Streichen der Fußböden, Heizkörper einschließlich Heizrohre, der Innentüren sowie der Fenster und Außentüren von innen) durchzuführen. Es ist jedoch üblich, im Mietvertrag zu vereinbaren, dass Schönheitsreparaturen zumindest teilweise von der mietenden Person gertragen werden.
  8. Substanzreparaturen
    Hat die mietende Person Schäden an der Substanz des Mietobjektes verursacht, muss sie für diese Schäden aufkommen. Es ist daher dringend zu empfehlen, dass Sie gemeinsam mit der vermietenden Person bei Wohnungsübergabe und bei Auszug ein Übergabeprotokoll anfertigen, in dem dokumentiert wird, in welchem Zustand sich die Wohnung befindet.
  9. Haustiere
    Ob Sie ein Haustier in ihrem Mietobjekt halten dürfen, hängt von der Art Ihres Haustiers und der Genehmigung der vermietenden Person ab. Grundsätzlich dürfen alle Kleintiere auch ohne Genehmigung der vermietenden Person gehalten werden. Als Kleintiere gelten alle Tiere, die aufgrund ihrer Art und ihres Verhaltens andere mietende Personen nicht stören und auch keine Schäden verursachen. Dazu zählen beispielsweise Meerschweinchen, Hamster, Fische und Ziervögel. Hunde und Katzen dürfen Sie hingegen nur halten, wenn der *die Vermieter*in Ihnen die Haltung erlaubt, da von ihnen ein erhöhtes Belästigungs- und Schadensrisiko ausgeht.
  10. Abkürzungsverzeichnis
    Wohnungsangebote in Deutschland haben oft Abkürzungen. Um Ihnen das Verständnis zu erleichtern, haben wir für Sie eine Übersicht zusammengestellt:
1-ZKB 1 Zimmer, Küche, Bad
2-Zi-Whg 2-Zimmerwohnung, Küche, Bad
3 ZKBB 3 Zimmer, Küche, Bad, Balkon
WG Wohngemeinschaft
EFH Einfamilienhaus
EG Erdgeschoss
OG Obergeschoss
DG Dachgeschoss
m2 Quadratmeter
Wfl Wohnfläche
KM Kaltmiete
WM Warmmiete
NK Nebenkosten
HK Heizkosten
ZH Zentralheizung
DU Dusche
EBK Einbauküche
NR Nichtraucher
Stellpl. Stellplatz / Parkplatz
TG Tiefgarage

Kindergeld

Das Kindergeld ist eine staatliche Leistung, die Erziehungsberechtigte für Kinder bis zum 18. Lebensjahr erhalten. Es beträgt ggw. (2019) zwischen 194 und 225 EUR. Es kann bis zum 25. Lebensjahr des Kindes in Anspruch genommen werden, wenn es sich bis dahin noch in einer Schul- bzw. Berufsausbildung befindet, oder arbeits- bzw. ausbildungssuchend gemeldet ist. Der Anspruch auf das Kindergeld entsteht automatisch im Geburtsmonat, bedarf allerdings eines schriftlichen Antrags bei der zuständigen Familienkasse. Antragsberechtigt sind die Erziehungsberechtigten. Für die letzten sechs Monate vor Antragsstellung kann das Kindergeld rückwirkend beantragt werden.

Es setzt voraus, dass

  • das Kind im Haushalt der Familie / des Erziehungsberechtigen wohnt.
  • der Wohnsitz oder aktueller Aufenthaltsort des Erziehungsberechtigten in Deutschland ist.
  • wenn kein Wohnsitz / aktueller Aufenthalt in Deutschland besteht, die unbeschränkte Steuerpflicht des Erziehungsberechtigten in Deutschland ist.

Für Beamte und Beschäftigte im Öffentlichen Dienst ist nicht die Familienkasse zuständig. Sie haben das Kindergeld beim Dienstherrn bzw. in der Vergütungsstelle zu beantragen und es wird zusammen mit den Bezügen monatlich an den Anspruchsberechtigten ausgezahlt.

Für Staatsangehörige aus der EU und den EWR-Staaten besteht der gleiche Anspruch auf Kindergeld wie für Deutsche. Der Anspruch entsteht in dem Monat, in dem der Antragssteller und seine Kinder ihren Wohnsitz bzw. aktuellen Aufenthalt in Deutschland begründen. Der Anspruch besteht zudem unmittelbar nach deutschem Recht, wenn die Kinder in einem anderen EU- bzw. EWR-Staat leben.

Nicht freizügigkeitsberechtigte Ausländer erhalten Kindergeld, wenn sie folgenden Aufenthaltstitel besitzen:

  • Niederlassungserlaubnis nach dem Aufenthaltsgesetz (AufenthG),
  • Aufenthaltserlaubnis, welche zur Ausübung einer Erwerbstätigkeit berechtigt

Der Anspruch entsteht mit der Erteilung des Aufenthaltstitels.

Aufgrund zwischenstaatlicher Abkommen bestehen für Staatsangehörige der Türkei oder aus Algerien, Bosnien und Herzegowina, Serbien, Montenegro, Marokko und Tunesien Sonderregelungen. Gerne sprechen wir mit Ihnen über diese Sonderregelungen persönlich oder beraten Sie telefonisch.

Elternzeit & Elterngeld

Die Elternzeit ermöglicht es den Eltern, ihre Erwerbstätigkeit zur Betreuung und Erziehung ihres Kindes über einen Zeitraum von maximal 36 Monaten unbezahlt zu unterbrechen. Sie genießen hierbei Kündigungsschutz.

Wenn Sie Elternzeit beanspruchen wollen, müssen Sie spätestens sieben Wochen vor Beginn schriftlich den*die Arbeitgeber*in darüber informieren und gleichzeitig verbindlich erklären, für welche Zeiten innerhalb von zwei Jahren Elternzeit genommen werden soll. Einer Zustimmung des*der Arbeitgeber*in bedarf es hierzu nicht.

Beginn und Ende sind von der Person, die den Antrag stellt, innerhalb der ersten Jahre frei wählbar. Ist der*die Arbeitgeber*in einverstanden, können zwölf der insgesamt 36 Monate auch in der Zeit zwischen dem 3. und 8. Geburtstag des Kindes als Elternzeit genommen werden.

Das Elterngeld dient dem finanziellen Ausgleich und soll die wirtschaftliche Existenz der Familie sichern, während sich die Eltern nach der Geburt um das Kind kümmern und deshalb ihre berufliche Arbeit unterbrechen oder einschränken. Beteiligen sich beide Eltern an der Kinderbetreuung und fällt dadurch Einkommen weg, steht ihnen das Elterngeld insgesamt für 14 Monate zu. Ein Elternteil kann dabei mindestens zwei, aber höchstens zwölf Monate für sich in Anspruch nehmen. Alleinerziehende können die vollen 14 Monate in Anspruch nehmen.

Die Höhe des Elterngeldes richtet sich nach dem monatlichen Nettoeinkommen der letzten 12 Monate. Das Portal „ElterngeldDigital“ unterstützt die Eltern bei der Familienplanung, indem es weitere Informationen sowie einen Elterngeldrechner bereitstellt. Zudem besteht die Möglichkeit, den Antrag online auszufüllen und zukünftig auch die Beantragung elektronisch durchzuführen (www.elterngeld-digital.de).

Sozialversicherung

Die Sozialversicherung ist ein gesetzlich festgeschriebenes Versicherungssystem bestehend aus Krankenversicherung, Unfallversicherung, Rentenversicherung, Pflegeversicherung und Arbeitslosenversicherung. Die Beiträge zur Sozialversicherung sind für Arbeitnehmer*innen in der Regel verpflichtend und werden über die arbeitgebende Einrichtung abgeführt. Ausnahmen hiervon bestehen beispielsweise für Freiberufliche, Selbstständige, Beamte und geringfügig Beschäftigte. Ausnahmen für ausländische Arbeitnehmer*innen bestehen nur in Einzelfällen bei Personen, die nach Deutschland von einem ausländischen Arbeitgeber entsandt wurden, bei Personen die in mehreren Staaten beschäftigt oder selbstständig erwerbstätig sind und Personen, die aufgrund einer Ausnahmevereinbarung den Rechtsvorschriften eines anderen Staates unterliegen.

Stipendiat*innen sind in der Regel nicht sozialversicherungspflichtig, haben aber die Möglichkeit freiwillig Sozialversicherungsbeiträge zu leisten. Setzen Sie sich in diesem Fall mit unserem Team in Verbindung. Wir unterstützen Sie bei der Beantragung.

Für Arbeitnehmer*innen besteht mit Ausnahme der Krankenversicherung keine Mitwirkungspflicht. Die Versicherung in einer gesetzlichen Krankenkasse ist in Deutschland in der Regel verpflichtend, wobei Ausnahmen für bestimmte Berufsgruppen und Einkommen existieren.

Nähere Informationen zu den einzelnen Versicherungen finden Sie auf dieser Seite. Lesen Sie mehr unter: Krankenversicherung, Pflegeversicherung, Rentenversicherung

Kranken- und Pflegeversicherung

Die Krankenversicherung stellt sicher, dass dem Versicherten die Kosten für medizinische Behandlungen ganz oder teilweise erstattet werden.

In Deutschland gibt es zwei Arten von Krankenversicherungen: die gesetzliche und die private. Als angestellte Person sind Sie grundsätzlich in der gesetzlichen Krankenversicherung pflichtversichert. Ab einem gewissen Bruttoeinkommen steht Ihnen aber der Abschluss einer privaten Krankenversicherung frei. Der Betrag der sog. Versicherungspflichtgrenze wird regelmäßig neu bestimmt. Unabhängig davon steht Ihnen frei Versicherungen für zusätzliche Leistungen abzuschließen.

Die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) werden prozentual bis zu einem Höchstbeitrag anhand des monatlichen Einkommens des Versicherten berechnet. Die Versicherungen zahlen die Kosten für die Behandlung direkt. Halten Sie daher bei Arztbesuchen oder in der Apotheke stets Ihre Versicherungskarte bereit, um die Abrechnung der Arztpraxen mit der Krankenkasse zu ermöglichen. In Deutschland existieren zahlreiche gesetzliche Krankenkassen, die neben einem Katalog an Regelleistungen unterschiedliche Zusatzleistungen anbieten. Ein Vergleich der Leistungen unterschiedlicher gesetzlicher Krankenkassen lohnt sich daher. Als gesetzlich versicherte Person haben Sie grundsätzlich Anspruch auf einen Wechsel zu einer anderen GKV. Sind Sie Mitglied in einer GKV, können Sie Ihre Familienangehörigen kostenlos mitversichern, sofern diese nicht selbst versicherungspflichtig sind.

Die private Krankenversicherung (PKV) basiert hingegen auf einem Vertrag zwischen Versicherung und Versicherungsnehmer*in, welcher dem*der Versicherungsnehmer*in bestimmte Leistungen zusichert. Die Prämien sind risikoäquivalent und orientieren sich daher nicht am Einkommen, sondern an anderen Faktoren wie Alter, Gesundheitszustand und dem gewünschten Leistungsspektrum. Oftmals bietet die PKV ein erweitertes Leistungsspektrum, beispielsweise Chefarztbehandlungen, die Kostenübernahme für Heilpraktikerbehandlungen oder die Übernahme von umfangreichen Zahnbehandlungen. Als privat Versicherte*r werden Ihnen die Kosten erstattet, auf welche Sie laut Versicherungsvertrag einen vertraglichen Anspruch haben. Bei der Begleichung der Arztrechnungen und für den Kauf von Medikamenten treten Sie zunächst in Vorleistung. Indem Sie die Rechnungen bei der Versicherung einreichen, wird Ihnen der Betrag anschließend rückerstattet. Auch bei der PKV lohnt sich ein Vergleich, bevor Sie Ihren Vertrag abschließen.

Sollten Sie schon vor Ihrer Ankunft Medikamente aufgrund einer Krankheit benötigen, ist es ratsam, sich einen Vorrat anzulegen. Die private Krankenversicherung kommt für gewöhnlich nicht für Medikamente auf, die Sie aufgrund einer Erkrankung, welche in Ihrer Heimat diagnostiziert wurde, einzunehmen haben. Dasselbe gilt für Schwangerschaftsbetreuung, wenn Sie in Ihrer Heimat schwanger geworden sind. Um Unsicherheiten bei der Kostenübernahme zu vermeiden, wenden Sie sich am besten direkt an Ihre Versicherung.

Die Pflegeversicherung sichert das Risiko, pflegebedürftig zu werden, ab. Sie ist ebenfalls verpflichtend, wobei gesetzlich Krankenversicherte das Pflegerisiko bei einer gesetzlichen Pflegekasse absichern, privat Krankenversicherte das Pflegerisiko hingegen bei einem privaten Krankenversicherungsunternehmen. Leistungen der Pflegeversicherung werden dabei nur auf Antrag gewährt.

Rentenversicherung

Die Rentenversicherung ist Teil der Sozialversicherung und für Arbeitnehmer*innen in der Regel verpflichtend (siehe Informationen zur Sozialversicherung). Sie dient der finanziellen Absicherung im Alter. Zusätzlich besteht die Möglichkeit einer privaten Altersvorsorge.

Durch die Rentenversicherung erhalten die Versicherten oder deren Hinterbliebene eine Rente, sobald sie nicht mehr arbeiten können. Dies kann durch das Alter, einen Unfall oder den Tod geschehen. Die gesetzliche Rentenversicherung finanziert sich über den sog. Generationenvertrag, nach dem die gegenwärtigen Beiträge der Erwerbstätigen die Rentenbezüge heutiger Rentner*innen finanzieren. Die Höhe des Rentenanspruchs richtet sich nach der Dauer und Höhe der Zahlungen und orientiert sich am Einkommen.

Die Beitragszahlungen erfolgen bei pflichtversicherten Arbeitnehmer*innen jeweils zur Hälfte durch den Arbeitnehmer*innen und Arbeitgeber*in.

Zwischen Deutschland und den Staaten der EU sowie weiteren Staaten bestehen Rentenabkommen, welche eine grenzüberschreitende Anerkennung von Rentenansprüchen gewährleisten. Haben Sie in Ihrem Arbeitsleben in verschiedenen Ländern gearbeitet, sollten Sie sich daher frühzeitig mit dem Rententräger in Ihrer Heimat in Verbindung setzen, um sicherzugehen, dass alle Rentenjahre auch angerechnet werden. Besteht zwischen Ihrem Heimatland und der BRD kein Sozialversicherungsabkommen, können Sie eine Rückzahlung Ihrer Rentenbeiträge beantragen. Weitere Informationen finden Sie unter www.deutsche-rentenversicherung.de.

Forscher*innen, die in vielen unterschiedlichen Staaten Anspruch Rentenbezüge erwirtschaftet haben, können Ihre Leistungen über den Service „Find your Pension“ tracken und Hintergrundinformationen zu den unterschiedlichen Rentensystemen finden.

Öffentlich-rechtlicher Rundfunk

Wie in den meisten anderen Ländern Europas, gibt es in Deutschland neben privaten Rundfunkanstalten auch einen öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten finanzieren sich dabei über einen Rundfunkbeitrag, der separat (nicht als Steuer) erhoben wird. Wer sich länger als drei Monate in Deutschland aufhält, ist dazu verpflichtet den Beitrag bei dem AZDBS (ARD ZDF Deutschlandradio Beitragsservice) zu entrichten. Die Anmeldung kann online erfolgen.

Kontakt

Welcome Centre
für den Göttingen Campus
und die Region Südniedersachsen

Front Office
Von-Siebold-Str. 4
37073 Göttingen
Tel.: +49 551 39-21321
E-Mail: frontoffice@welcome-to-suedniedersachsen.de

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