Leben in Südniedersachsen

Alle wichtigen Schritte sind erledigt, nun gilt es die Eigenheiten des Lebens in Deutschland und der Region näher kennen zu lernen. Auf dieser Seite erhalten Sie hierzu wertvolle Informationen.

Vor der Ankunft | Erste Schritte | Leben in Südniedersachsen

Feiertage

Die gesetzlichen Feiertagen in Deutschland fallen grundsätzlich in die Kompetenz der einzelnen Bundesländer. Lediglich der Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober wurde durch den Bund als Nationalfeiertag festgelegt. Alle anderen Tage werden von den Ländern bestimmt, wobei es acht weitere Feiertage gibt, die in allen 16 Bundesländern gelten: Neujahrstag, Karfreitag, Ostermontag, Tag der Arbeit, Christi-Himmelstag, Pfingstmontag, sowie der Erste und Zweite Weihnachtstag. Neben diesen Tagen wird in Niedersachsen noch der Reformationstag als Feiertag begangen. Hier ist eine Liste aller Feiertage.

Feiertage 2019 in Niedersachsen:
Datum
Name

Mülltrennung

In Deutschland wird der Hausmüll sortiert. Für jede Abfallsorte stehen eigene Sammelbehälter zur Verfügung. Die Abfallbehälter werden von Ihrem lokalen Entsorgungsbestrieb gegen Entgelt zur Verfügung gestellt. Wohnen Sie zur Miete, so kümmert sich Ihr*e Vermieter*in um die Benutzung der Abfallbehälter. Sind Sie selbst Eigentümer*in, sollten Sie sich mit Ihrem lokalen Dienstleister in Verbindung setzen.

  • „Gelber Sack“: Leichtverpackungen aus Kunststoff, Aluminium, Weißblech oder Verbundmaterialien. Die Gelben Säcke werden in regelmäßigen Abständen von den zuständigen Entsorgungsbetrieben abgeholt. Die Abholungstermine für Ihre Straße entnehmen Sie dem Kalender Ihres zuständigen Entsorgungsbetriebs.
  • Altglas: Leere Flaschen und Gläser werden farblich sortiert nach Weiß-, Grün- und Braunglas in Altglascontainern entsorgt, die an zentralen Sammelstellen, bspw. in der Nähe von Supermärkten, aufgestellt sind. Nicht in die Glascontainer gehören: Keramik, Porzellan, Steingut, Glühbirnen, Trinkgläser und Flachglas wie Fensterscheiben oder Spiegel.
  • Altpapier: Papier, Pappe und Karton. Für das Altpapier steht eine blaue Tonne an Ihrem Grundstück bereit, die in regelmäßigen Abständen geleert wird.
  • Bioabfall: Der Bioabfall wird in eine grüne Tonne entsorgt. Sie wird in regelmäßigen Abständen geleert.
  • Restmüll: Restmüll ist in eine schwarze Tonne zu entsorgen.
  • Pfandflaschen: Mehrwegflaschen sind mit einem Logo gekennzeichnet, um sie von Einwegflaschen unterscheiden zu können. Beim Kauf einer Mehrwegflasche zahlen Sie ein Pfand. Geben Sie die Flasche anschließend zurück, erhalten Sie Ihr Pfand zurück. Die meisten Supermärkte haben Pfandautomaten, an denen Sie die Flaschen zurückgeben können.

Händeschütteln oder Umarmen? Duzen oder Siezen?

Das Händeschütteln ist in Deutschland auch gegenüber Personen üblich, mit denen man gut bekannt ist, oder gegenüber Kolleg*innen. Innerhalb der Familie und unter Freund*innen umarmt man sich, oder gibt sich einen Kuss auf die Wange. Gängige Grußformeln sind „Guten Morgen“ (morgens), „Guten Tag“ (tagsüber) und „Guten Abend“ (abends). In Norddeutschland sagen viele Leute zu jeder Tageszeit „Moin“.

Die deutsche Sprache kennt die persönliche Ansprache „Du“ und die förmliche Ansprache „Sie“. „Du“ verwendet man gegenüber Personen, welche man gut kennt oder welche einem das „Du“ angeboten haben. Ansonsten verwendet man die förmliche Ansprache „Sie“, beispielsweise gegenüber Unbekannten, Autoritätspersonen oder Geschäftspartner*innen. Unter jungen Leuten und in vielen Arbeitskontexten ist es üblich, sich zu duzen. Aber auch wenn Sie sich zu Beginn unsicher sind und „Du“ und „Sie“ mal verwechseln: Machen Sie sich keinen Kopf, man wird es Ihnen nachsehen.

Trinkgeld & Ausgehen

Trinkgeld gibt es nahezu in jedem Land – dennoch sorgen feine kulturelle Unterschiede gerade bei neu Zugezogenen leicht für Verunsicherung. Verlangen Sie in einem deutschen Restaurant die Rechnung, wird diese in der Regel direkt beim Servicepersonal bezahlt. Sollten Sie sich unsicher sein, wie viel Trinkgeld Sie geben wollen, überschlagen Sie daher die Kosten bevor Sie nach der Rechnung fragen (“Die Rechnung bitte”). In Restaurants und Bars wird von einem Trinkgeld von 5-10% ausgegangen. Sagen Sie bei der Abrechnung einfach den gewünschten Betrag oder “Stimmt so”, wenn Sie kein Rückgeld erwarten. Gerade in Bars werden Sie zudem häufig gefragt, ob Sie “getrennt oder zusammen” zahlen wollen. Auch unter Freunden ist das getrennte Zahlen dabei nicht unüblich und sollte nicht als Ausdruck der Distanz gewertet werden. Auch bei Taxifahrten können Sie von einem Trinkgeld von 5-10% ausgehen. Beachten Sie hier auch, dass in vielen Taxis nur Bargeld angenommen wird.

Mitbringsel und Schuhe aus?

Gastgeschenke sind gerne gesehen – ob zu einer Essenseinladung oder einer Hausparty. In der Regel fragt man den*die Gastgeber*in, ob man etwas zum Abend beisteuern kann. Verneint er*sie dies, so ist es trotzdem aufmerksam, nicht mit leeren Händen zu kommen, sondern eine Flasche Wein mitzubringen. Auch ist es üblich, sich vor dem Betreten der Wohnung die Schuhe auszuziehen. Im Zweifel hilft die Frage, ob man die Schuhe anlassen darf, oder lieber ausziehen sollte. Manche Gastgeber*innen halten sogar Gästehausschuhe parat. Vor einem gemeinsamen Essen ist es üblich, den anderen “Guten Appetit” zu wünschen.

Bargeld

Verglichen zu vielen anderen europäischen Ländern hat das Bargeld in Deutschland noch einen relativ hohen Stellenwert. Während sich der bargeldlose Zahlungsverkehr an den meisten Orten durchgesetzt hat, ist es an bestimmten Verkaufspunkten, insbesondere kleinen Bars, Bäckereien, in Bussen oder Taxis üblich, mit Bargeld zu bezahlen. An vielen Stellen, die bargeldloses Zahlen ermöglichen, ist zudem die Zahlung mit Kreditkarten wie Mastercard oder VISA eingeschränkt. Tragen Sie daher für Notfälle immer etwas Bargeld bei sich.

Batterie voll?

Wie die meisten Staaten in Kontinentaleuropa werden in Deutschland Steckdosen vom Stecker-Typ F verwendet. Diese sind üblicherweise auch mit den Steckertypen E und C kompatibel und werden mit einer Spannung von 230V betrieben. Adapter lassen sich vor Ort in Elektrofachgeschäften sowie in Flughäfen erwerben.

Nationalsport Fußball?

Fußball ist in Deutschland die Sportart mit dem breitesten Organisierungsgrad: Mehr als sechs Millionen Deutsche sind in einem der 27.000 Fußballvereine organisiert. Während der Männerfußball nach wie vor die meiste mediale und gesellschaftliche Aufmerksamkeit bekommt, gewinnt auch der Frauenfußball zunehmend an Bedeutung. Doch auch andere deutsche Sportverbände haben teilweise erhebliche Organisierungsgrade. Mehr als eine Millionen Mitglieder haben unter anderem der Deutsche Turner-Bund, der Deutsche Tennis-Bund oder der Deutsche Alpenverein.

Das regionale Sportangebot und dessen gesellschaftliche Bedeutung steht nicht selten im Zusammenhang mit dem Erfolg einzelner Sportvereine, mit lokalen Einrichtungen und den geographischen Gegebenheiten: Durch den gut organisierten Hochschulsport gibt es am Standort Göttingen ein breit gefächertes Angebot unterschiedlicher Sportarten und Vereine. Die günstige Lage an der Northeimer Seenplatte begünstigt die dortigen Wassersportaktivitäten wie den Northeimer Segelclub und aktive Wanderer*innen werden in den am Harz gelegenen Städten nicht nur gute Ausblicke, sondern auch zahlreiche Mitstreiter*innen finden. Unsere Mitarbeiter*innen helfen Ihnen gerne bei der Suche nach einem passenden Umfeld, um sich sportlich zu betätigen.

Bilderquelle: Christian Reinhard

Rauchen in der Öffentlichkeit

Seit August 2007 ist der Nichtraucherschutz in Niedersachsen umfassend gesetzlich geregelt. Ihnen wird schnell auffallen, dass das Rauchen an vielen öffentlichen Orten, wie in Schulen, Kindertagesstätten, Jugend- und Sporteinrichtungen, Hochschulen, Restaurants, Bahnhöfen, Behörden, Museen und weiteren Orten untersagt ist. Um Ihrem Laster dennoch frönen zu können, wurden extra ausgewiesene Raucherbereiche eingerichtet, in welchen das Rauchen gestattet ist. Dies gilt für ganz Deutschland.

Kontakt

Welcome Centre
für den Göttingen Campus
und die Region Südniedersachsen

Front Office
Von-Siebold-Str. 4
37073 Göttingen
Tel.: +49 551 39-21321
E-Mail: frontoffice@welcome-to-suedniedersachsen.de

Gefördert durch das Südniedersachsenprogramm

Südniedersachsenprogramm Logo

Informationen für Unternehmen

Sie wollen Ihre Einrichtung durch Personen unterstützen, die nicht aus der Region kommen, und den Einstieg Ihrer*Ihres neuen Mitarbeiter*in dabei so reibungslos wie möglich gestalten? Erfahren Sie mehr über unsere Services.

Informationen für Vermieter­*innen

Sie wollen Ihre Immobilie für internationale Wissenschaftler*innen sowie Fach- und Führungskräfte zur Verfügung stellen? Treten Sie mit uns in Kontakt, um passende Mieter*innen für Ihren Wohnraum zu finden.

Service

Ein Serviceangebot von